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Mercedes GLC: Preise, Modelle, Probleme & Vergleich

Lukas Marvin Weber Schulz • 2026-07-11 • Gepruft von Oliver Weber

Wer einen kompakten SUV mit Stern sucht, kommt am Mercedes GLC kaum vorbei. Seit seiner Einführung 2015 hat er sich zu einem der meistverkauften Modelle der Marke entwickelt – aber nicht jeder Gebrauchte ist ein Glücksgriff. Wir zeigen, wo die typischen Schwachstellen liegen, welche Baujahre sich lohnen und ob der GLC wirklich sein Geld wert ist.

Erstes Modelljahr: 2015 ·
Baureihe (SUV/Coupé): X253 / C253 ·
Länge (X253): ca. 4,66 m ·
Kofferraumvolumen: 550 l ·
Motorisierungen: Diesel, Benziner, Plug-in-Hybrid

Kurzüberblick

1Preise
2Modelle
3Schwächen
4Kaufempfehlung

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Kennzahlen des Mercedes GLC zusammen.

Fakten auf einen Blick: Die wichtigsten Kennzahlen des Mercedes GLC
Kenngröße Wert
Bauzeit erste Generation 2015–2022 (X253/C253)
Bauzeit zweite Generation seit 2022 (X254)
Angebotene Motoren 4-Zylinder-Diesel, 4-Zylinder-Benziner, 4-Zyl.-Plug-in-Hybrid
ADAC Testnote (GLC 300 d) 1,9

Wie viel kostet ein GLC neu?

Einstiegspreise für die verschiedenen Motorvarianten

  • Der Einstiegspreis für einen neuen Mercedes GLC liegt in Deutschland bei etwa 58.715 € in der seriennahen Konfiguration, wie die offizielle Preisliste von Mercedes-Benz Deutschland ausweist.
  • Für die Plug-in-Hybrid-Version GLC 300 de 4MATIC sind mindestens rund 65.000 € fällig.
  • In Österreich startet der GLC 300 d 4MATIC bei 74.242 € (automobile.at).
  • Damit positioniert sich der GLC oberhalb des GLA (Kompaktklasse) und unterhalb des GLE.

Preisunterschiede zwischen SUV und Coupé

  • Das GLC Coupé (C253) ist stets einige Tausend Euro teurer als die SUV-Version – ein Preisaufschlag, der vor allem die coupéhafte Dachlinie und das sportlichere Design rechtfertigt.
  • Gebrauchte Coupés der ersten Generation (ab Baujahr 2016) starten bei etwa 25.000 €, während das SUV oft schon ab 22.000 € zu haben ist (mobile.de Magazin).
Fazit: Neuwagenkäufer zahlen für den GLC ab 55.000 € aufwärts, das Coupé ist noch teurer. Das günstigere SUV lohnt sich für alle, die Platz und Komfort suchen – das Coupé ist eine Designentscheidung mit Aufpreis.

Die Preisstaffelung zeigt klar: Der GLC ist in der oberen Mittelklasse positioniert und bietet je nach Karosserieform ein unterschiedliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche Schwächen hat der Mercedes GLC?

Häufige Probleme mit dem Getriebe

  • Getriebeprobleme treten besonders bei Modellen bis Baujahr 2018 auf, wie das Portal gebrauchtwagenberater.de dokumentiert.
  • Das 9-Gang-Automatikgetriebe 9G-TRONIC zeigt bei frühen Baujahren gelegentlich Ruckeln oder verzögerte Schaltvorgänge.
  • Ein Ölwechsel oder Software-Update kann hier oft Abhilfe schaffen – Kostenpunkt: rund 400–600 € in der freien Werkstatt.

Elektronik- und Sensorfehler

  • Die Injektoren der Dieselmotoren (OM651, Baujahr 2015–2017) können verkokungsanfällig sein und führen zu erhöhtem Verbrauch oder Leistungsverlust.
  • Nach dem Facelift 2019 klagen Besitzer vereinzelt über Softwareprobleme im Navigationssystem und Touchpad – die meisten werden über Updates behoben.
  • Die Heckklappenautomatik fällt gelegentlich aus (mobile.de Magazin). Reparaturkosten können 500–800 € betragen.

Probleme mit der Luftfederung

  • Die optionale Luftfederung (Airmatic) ist komfortabel, aber teuer im Ersatz: Ein defekter Luftbalg kostet in der Werkstatt schnell 1.000–1.500 €.
  • Besitzer eines GLC mit Luftfederung sollten bei Gebrauchtwagen den Zustand der Membranen und des Kompressors prüfen lassen.
Der Haken

Die häufigsten Ärgernisse sind bekannt und oft behebbar. Wer einen GLC ab Baujahr 2019 kauft, hat die meisten Kinderkrankheiten hinter sich – vorausgesetzt, die Wartungshistorie ist lückenlos.

Fazit: Frühe Baujahre (2015–2018) haben Getriebeschwächen und Airbag-Rückrufe. Ab Modellpflege 2019 sind die Probleme seltener, aber die Luftfederung bleibt ein Kostenrisiko. Für Gebrauchtwagenkäufer: lieber 2019+ wählen.

Das Risiko teurer Reparaturen ist bei jungen Gebrauchten ab 2019 deutlich geringer, was sie zur sichereren Wahl macht.

Welche GLC Modelle sind die besten?

Empfehlung nach Baujahr: 2019 und 2022

  • Der GLC 300 d (Baujahr 2019–2022) gilt als ausgereift und zuverlässig – hier treffen die verbesserte Technik des Facelifts und der bewährte Sechszylinder-Diesel aufeinander.
  • Das Modellupdate 2019 (X253 Facelift) brachte das neue MBUX-Infotainmentsystem und umfassende Assistenz-Updates (mobile.de Magazin).
  • Die zweite Generation (X254) startete im Herbst 2022 mit Mild-Hybrid-Technologie und modernisiertem Innenraum.

Beste Motorisierung: GLC 300 d oder GLC 350 e?

  • Der GLC 300 d mit 245 PS ist der beste Kompromiss aus Leistung, Laufruhe und Verbrauch (ADAC Testnote 1,9 für die Ausstattungsnote, ADAC Autokatalog).
  • Plug-in-Hybride (300 e / 350 e) bieten niedrigen Verbrauch bei Kurzstrecken und sind für Pendler ideal – allerdings nur, wenn die Batterie regelmäßig geladen wird.
  • Wer sportlich unterwegs sein möchte, greift zum AMG GLC 43 oder 63 – die Preise liegen gebraucht aber schnell bei 50.000 € und mehr.
Fazit: Der GLC 300 d ab Baujahr 2019 ist die sicherste Wahl für Vielfahrer. Kurzstreckenfahrer profitieren vom Plug-in-Hybrid – der AMG bleibt eine Liebhaberinvestition.

Die Kombination aus gereifter Technik und überschaubarem Risiko macht den GLC 300 d zum Favoriten unter den Gebrauchten.

Ist ein GLC Oberklasse?

Einordnung in die Mercedes-Modellhierarchie

  • Der GLC gehört zur oberen Mittelklasse, nicht zur Oberklasse.
  • Die Oberklasse beginnt bei Mercedes-Benz mit der S-Klasse und dem GLS (Mercedes-Benz Deutschland).
  • Der GLC positioniert sich zwischen GLA (Kompaktklasse) und GLE (obere Mittelklasse) – eine Kategorie, die in Deutschland oft als „gehobene Mittelklasse“ bezeichnet wird.

Vergleich mit der S-Klasse und dem GLE

  • Ein neuer GLC kostet rund 58.000 €, ein GLE startet bei über 75.000 €, die S-Klasse beginnt bei etwa 110.000 € – die Preisabstufung zeigt die Hierarchie.
  • Der GLC bietet viel Komfort und hochwertige Materialien, erreicht aber nicht das Niveau der Oberklasse hinsichtlich Verarbeitungsfülle und Technik.
Was das bedeutet

Wer den GLC als „kleinen Bruder“ des GLE kauft, bekommt 90 Prozent des Komforts für 70 Prozent des Preises. Die Oberklasse bleibt der S-Klasse und dem GLS vorbehalten – wer wirklich ganz oben mitspielen will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Der GLC ist kein Oberklasse-Modell, bietet aber ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis in seinem Segment.

Ist der GLC ein gutes Auto?

Fahrkomfort und Alltagstauglichkeit

  • Der GLC erhält im ADAC-Autotest durchweg gute Noten (1,8–2,3 für verschiedene Bewertungskategorien, ADAC Autokatalog).
  • Der Innenraum ist hochwertig verarbeitet, aber nicht so edel wie im GLE – das fällt vor allem an den Kunststoffoberflächen der Mittelkonsole auf.
  • Die Fahrleistungen sind ausreichend bis sportlich, je nach Motorisierung. Der GLC 300 d beschleunigt in 6,5 Sekunden auf 100 km/h.

Sicherheitsausstattung und Testurteile

  • Der GLC schnitt im Euro-NCAP-Crashtest 2015 mit 5 Sternen ab, das Facelift 2019 bestätigte die hohe Sicherheitsausstattung.
  • Mobile.de bewertet den GLC X253 im TÜV-Report 2020 als Gesamtsieger unter den SUVs (mobile.de Magazin).
  • Allerdings fällt die Achsaufhängung bei der Hauptuntersuchung häufiger negativ auf – ein Punkt, den Käufer prüfen sollten.

„Der GLC ist im ADAC-Autotest mit der Note 1,9 für die Ausstattung bewertet und gilt als sicheres, komfortables SUV mit hohem Alltagsnutzen.“

– ADAC Testergebnis (Stand 2020)

Trotz kleiner Schwächen bestätigen die Testurteile: Der GLC ist ein rundum solides und sicheres Fahrzeug.

Welcher ist besser, GLC oder GLE?

Drei zentrale Vergleichspunkte, eine klare Entscheidungslogik.

GLC vs. GLE: Direkter Vergleich der wichtigsten Unterschiede
Kriterium Mercedes GLC (X253) Mercedes GLE (W166 / V167)
Länge ca. 4,66 m ca. 4,92 m
Kofferraumvolumen 550 l 690 l
Neupreis (Einstieg) ca. 55.000 € ca. 75.000 €
Wiederverkaufswert (nach 5 Jahren) ca. 52–55 % des Neupreises ca. 50–53 % des Neupreises
Fahrverhalten agil, sportlich komfortabel, ruhig
Verbrauch (Diesel, kombiniert) 5,5–6,5 l/100 km 6,0–7,5 l/100 km
Kfz-Steuer (Beispiel 220 d) ca. 200–250 €/Jahr ca. 300–400 €/Jahr

Größe und Platzangebot

  • Der GLE ist 26 cm länger und hat einen 140 Liter größeren Kofferraum – für Familien mit großen Hunden oder häufigem Umzugsbedarf spürbar besser.
  • Der GLC ist dagegen in der Stadt wendiger, parkt leichter und ist alltagstauglicher.

Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Der GLC ist rund 20.000 € günstiger im Neupreis, bietet aber ähnliche Komfortausstattung.
  • Der GLE rechtfertigt den Aufpreis mit mehr Luxus und Materialqualität im Innenraum sowie zusätzlicher Technik.

Wiederverkaufswert

  • Beide Modelle haben einen hohen Wiederverkaufswert, der GLC verliert etwas weniger an Wert (Wheelstreet).
  • Für Vielfahrer oder Dienstwagennutzer ist der GLC die wirtschaftlichere Wahl.

„Der Mercedes GLC ist einer der gefragtesten Gebrauchtwagen im SUV-Segment und verliert nur langsam an Wert, was ihn zu einer soliden Investition macht.“

– AutoScout24 Marktbericht

Fazit: Der GLC ist günstiger, agiler und wertbeständiger – perfekt für Stadtfahrer und Paare. Der GLE ist größer, luxuriöser und teurer – die richtige Wahl für Familien mit Platzbedarf. Für die meisten deutschen SUV-Käufer reicht der GLC völlig aus.

Die Wahl zwischen GLC und GLE hängt letztlich vom Platzbedarf und Budget ab, wobei der GLC das wirtschaftlichere Gesamtpaket schnürt.

Vorteile

  • Hoher Wiederverkaufswert
  • Gute ADAC-Testergebnisse
  • Vielfältige Motorisierungen (Diesel, Benziner, Hybrid)
  • Wertbeständiger als der GLE
  • Agiles Fahrverhalten

Nachteile

  • Getriebeprobleme bis Baujahr 2018
  • Luftfederung teuer im Ersatz
  • Heckklappenautomatik anfällig
  • Nicht Oberklasse (nur obere Mittelklasse)
  • Achsaufhängung bei TÜV auffällig
Der Trade-off

Der GLC spart beim Neupreis 20.000 € gegenüber dem GLE, aber der Wiederverkaufswert liegt fast gleichauf. Für deutsche Gebrauchtwagenkäufer: Der GLC bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Segment, solange man die typischen Altersschwächen früher Baujahre kennt und meidet.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Der GLC wurde 2015 eingeführt. (ADAC Autokatalog)
  • Das Facelift erfolgte 2019. (mobile.de Magazin)
  • Die zweite Generation (X254) kam im Herbst 2022 auf den Markt.
  • Der GLC ist kein Oberklasse-Modell. (Mercedes-Benz Deutschland)

Was unklar ist

  • Die genauen Getriebeprobleme variieren je nach Baujahr und Motorisierung.
  • Die Langzeitzuverlässigkeit der zweiten Generation ist noch nicht abschließend bewertet.
  • Die langfristige Haltbarkeit des OM654-Dieselmotors über 300.000 km ist noch nicht umfassend dokumentiert.

„Der GLC X253 gewann den TÜV-Report 2020 als Gesamtsieger unter den SUVs – doch die Achsaufhängung fällt häufiger negativ auf, was neue Besitzer überraschen kann.“

– mobile.de Magazin

Für den deutschen Gebrauchtwagenkäufer ist die Entscheidung klar: Wer einen zuverlässigen, komfortablen SUV mit Stern sucht, greift zum GLC 300 d ab Baujahr 2019. Wer viel Platz und Luxus benötigt, wählt den GLE – und zahlt entsprechend. Wer am meisten Wert auf Wiederverkaufswert legt, fährt mit dem GLC besser, solange er die typischen Schwachstellen kennt und meidet.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein gebrauchter Mercedes GLC?

Ein gebrauchter GLC der ersten Generation startet bei rund 20.000 € (bei etwa 200.000 km). Fahrzeuge mit unter 100.000 km kosten ab ca. 25.000 €, Benziner ab etwa 30.000 € (mobile.de Magazin).

Welcher GLC hat die wenigsten Probleme?

Der GLC 300 d ab Baujahr 2019 gilt als besonders ausgereift. Die Modellpflege behob die meisten Kinderkrankheiten, und der Diesel-Motor OM654 ist zuverlässig (gebrauchtwagenberater.de).

Ist der GLC ein SUV oder ein Coupé?

Der GLC wird als SUV (X253) und als Coupé (C253) angeboten. Das Coupé hat eine flachere Dachlinie und ist teurer, das SUV bietet mehr Platz.

Welche Ausstattung ist empfehlenswert?

Die Ausstattungslinien umfassen Basis, Avantgarde, AMG Line und Exclusive. Empfehlenswert sind LED-Scheinwerfer, das MBUX-System und die Rückfahrkamera. Die Luftfederung bietet mehr Komfort, ist aber wartungsintensiv.

Wie hoch ist der Verbrauch des Mercedes GLC 300 d?

Der Verbrauch des GLC 300 d liegt kombiniert bei 5,5–6,5 l/100 km (Herstellerangabe). Im realen Fahrbetrieb sind 6,5–7,5 l/100 km realistisch (ADAC Autokatalog).

Lohnt sich der GLC als Hybrid?

Der Plug-in-Hybrid (300 e / 350 e) lohnt sich für Kurzstreckenfahrer, die regelmäßig laden können. Auf Langstrecken ist der Diesel wirtschaftlicher und unkomplizierter (mobile.de Magazin).

Wie lange hält der Motor des GLC?

Der OM654-Dieselmotor (ab Baujahr 2016) gilt als langlebig mit Laufleistungen von über 300.000 km bei regelmäßiger Wartung. Frühere OM651-Motoren hatten Steuerkettenprobleme.

Fazit: Der Mercedes GLC ist ein solides, wertbeständiges SUV der oberen Mittelklasse. Deutsche Gebrauchtwagenkäufer: Greifen Sie zum GLC 300 d ab Baujahr 2019. Vielfahrer: Der Diesel ist die beste Wahl. Kurzstreckenfahrer: Der Hybrid lohnt sich – aber nur mit Lademöglichkeit. Wer mehr Platz braucht: Der GLE ist die Alternative, aber für 20.000 € Aufpreis.



Lukas Marvin Weber Schulz

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Lukas Marvin Weber Schulz

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.