
Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro: Test, Preis, Vergleich
Die Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro verspricht beides in einem Gehäuse – 1,6 kWh Kapazität, vier MPPT-Tracker und ein Gehäuse, das laut Hersteller auch im Freien bleiben darf. Wer seinen Balkon zur Mini-Energiezentrale ausbauen will, stößt früher oder später auf die Frage: Reicht ein simpler Wechselrichter, oder braucht man einen Speicher?
Maximale Eingangsleistung: 2400 W · Lebensdauer: 6000 Ladezyklen / 15 Jahre · Akku-Typ: LiFePO4-Zellen · Preis ab: 419 € · All-in-One Balkonkraftwerk: mit integriertem Wechselrichter
Kurzüberblick
- 2400 W PV-Eingang via 4× 600-W-MPPT-Tracker (Balkonkraftwerk-Express Praxistest)
- 1,6 kWh nutzbare Kapazität mit 5 % Mindestreserve (Balkonkraftwerk-Express Praxistest)
- LiFePO4-Zellen mit 6000 Ladezyklen – ca. 15 Jahre Haltbarkeit (Macwelt Langzeittest)
- Langfristige Nutzerprobleme jenseits der ersten Testmonate
- Detaillierte Vergleichswerte zur Solarbank 3 bei realem Dauerbetrieb
- Offizielles Anker-Spezifikationsdatenblatt für Deutschland nicht öffentlich abrufbar
- Erste Tests im Herbst 2023 zeigten Probleme mit langsamer Leistungsanpassung (Energiemagazin Hands-on Test)
- Balkonkraftwerk-Gesetzesänderung 2024 ermöglicht 800-W-Ausgang ohne Elektriker (Energiemagazin Hands-on Test)
- Solarbank 3 bringt AC-Laden und KI-Funktionen, aber höheren Preis (Home&Smart Kaufberatung)
- Erweiterungsakku BP1600 ermöglicht skalierbare Speicherlösungen bis 9,6 kWh (Home&Smart Kaufberatung)
Die wichtigsten technischen Daten der Solarbank 2 E1600 Pro auf einen Blick:
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Modell | Solarbank 2 E1600 Pro |
| Kapazität | 1,6 kWh |
| Eingangsleistung | 2400 W |
| Ausgangsleistung | 800 W |
| Zyklen | 6000 |
| Garantie | 10 Jahre |
Welche Probleme gibt es mit der Anker Solix Solarbank E1600?
Die Solarbank 2 E1600 Pro liefert auf dem Papier beeindruckende Zahlen – doch die Praxis zeigt ein gemischtes Bild. Mehrere Testberichte und Nutzerstimmen benennen wiederkehrende Einschränkungen, die vor dem Kauf wichtig sind.
Häufige Nutzerbeschwerden
- Langsame Laderegelung: Die Batterieladung wird nach etwa 8 Minuten auf 700 W gedrosselt, obwohl mehr verfügbar wäre. Das bestätigt ein Test des Energiemagazins (Fachredaktion für Energiespeicher).
- Kein Export der Nutzungsstatistiken: Nutzer können ihre Leistungsdaten nicht als CSV oder PDF herunterladen, wie der Macwelt-Langzeittest (Technik-Fachportal) bemängelt.
- Keine Batteriepriorität beim Laden: Werpv EV-Ladung priorisiert, kann die Speicherlogik nicht anpassen.
- Smart Meter Pflicht für dynamische Einspeisung: Das Gateway kostet 99 Euro extra und darf nur durch einen Elektriker installiert werden.
Die langsame Regelung ist kein Defekt, sondern bewusstes Design: Anker begrenzt die Ladeleistung, um die LiFePO4-Zellen zu schonen. Das verlängert die Lebensdauer, kostet aber bei wechselhaftem Wetter nutzbare Energie.
Lösungen für bekannte Fehler
- WLAN-Probleme lösen sich oft durch einen externen Repeater – die Reichweite reicht im Test bis 20 m stabil.
- Die 5-Minüt-Wartezeit bei Leistungsanpassung lässt sich nicht umgehen, bessert sich aber mit Firmware-Updates.
- Statistik-Export fehlt weiterhin – hier ist Anker anderen Apps wie PVOutput unterlegen.
Was die Nutzer beruhigen dürfte: Laut Macwelt (Langzeittest über mehrere Monate) traten keine strukturellen Hardwareausfälle auf. Die 10-jährige Garantie gibt zusätzliche Sicherheit.
Insgesamt zeigt sich: Die meisten Probleme sind softwareseitiger Natur und bessern sich mit Updates. Wer ein grundsolides Speichersystem erwartet und mit den Einschränkungen leben kann, wird mit der Solarbank 2 Pro gut bedient.
Was ist der Unterschied zwischen Anker Solix Pro und Plus?
Anker bietet die Solarbank in zwei Leistungsklassen an – Pro und Plus. Die Namensgebung suggeriert ähnliche Funktionen, doch die Leistungsdaten klaffen deutlich auseinander.
Technische Spezifikationen
Beide Modelle teilen sich das Gehäuse, unterscheiden sich aber erheblich bei Eingangsleistung und Tracker-Ausstattung:
| Modell | PV-Eingang | MPPT-Tracker | Kapazität |
|---|---|---|---|
| Solarbank 2 Pro (E1600) | 2400 W | 4 × 600 W | 1,6 kWh |
| Solarbank 2 Plus (E1600) | 1600 W | 2 × 800 W | 1,6 kWh |
Die Pro-Version nutzt vier unabhängige MPPT-Tracker, was bei teilweise verschatteten Modulen bessere Erträge ermöglicht. Im Test des Energiemagazins zeigte sich, dass die Plus-Version mit nur einem MPP-Tracker für zwei Module bei Verschattung stärker einbricht.
Preis und Einsatzbereich
- Die Pro-Version kostet ab 419 € und richtet sich an Nutzer mit bis zu vier Modulen.
- Die Plus-Version ist günstiger, aber auf zwei Module begrenzt.
- Beide Modelle teilen sich das Gehäuse und die Erweiterbarkeit via BP1600.
Wer langfristig mehr als zwei Module betreiben will, spart mit der Pro-Version Nerven: Die vier MPPT-Tracker verhindern, dass ein verschattetes Modul die gesamte Anlage ausbremst.
Der Home&Smart-Kaufberatung (Verbraucherportal für Smart Home) empfiehlt die Pro-Version für alle, die mit mehr als zwei Modulen planen.
Die Entscheidung hängt vom Platz ab: Wer von Anfang an vier Module verbauen will, fährt mit der Pro günstiger, als nachträglich aufzurüsten.
Was ist der Unterschied zwischen Anker Solarbank 2 und 3?
Die Solarbank 3 Pro kam 2024 auf den Markt und bringt einige Unterschiede, die für Käufer relevant sind.
Verbesserungen in Solarbank 3
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Generationen:
| Feature | Solarbank 2 Pro | Solarbank 3 Pro |
|---|---|---|
| PV-Eingangsleistung | 2400 W | 3600 W |
| AC-Laden | Nicht vorhanden | 1200 W |
| KI-Steuerung | Nicht vorhanden | Adaptive Optimierung |
| Kompatibilität | BP1600 | BP1600 + BP2000 |
Kompatibilität
- Die Solarbank 2 Pro ist mit dem Erweiterungsakku BP1600 kompatibel.
- Die Solarbank 3 Pro nutzt denselben BP1600, kann aber auch den neuen BP2000 verwenden.
- Beide Systeme lassen sich nicht miteinander kombinieren.
Die Solarbank 3 unterstützt AC-Laden – ein Modus, den die Solarbank 2 nicht bietet. Wer bereits Module hat und kein zusätzliches AC-Laden braucht, fährt mit der Solarbank 2 günstiger.
Die Home&Smart-Redaktion fasst zusammen: „Wer einfach und günstig einsteigen will, ist mit der SOLIX 2 gut beraten.” Für KI-Funktionen und mehr Kapazität braucht es die SOLIX 3.
Für Bestandsnutzer der Solarbank 2 lohnt ein Upgrade nur, wenn die KI-Steuerung oder AC-Laden konkret benötigt werden – der Mehrpreis ist erheblich.
Hat Anker Solix eine Heizung?
Eine der häufigsten Fragen vor dem Kauf betrifft die Wintertauglichkeit. LiFePO4-Akkus verlieren bei Kälte an Kapazität – eine integrierte Heizung kann die Nutzung auch bei Minusgraden ermöglichen.
Funktion der Heizfolie
- Die Solarbank 2 E1600 Pro verfügt über eine interne Heizfolie, die bei niedrigen Temperaturen aktiviert wird.
- Die Heizung wird automatisch über die PV-Eingangsleistung versorgt.
- Im Test des Home&Smart-Tests (Praxisportal für Energiespeicher) war die Heizfunktion bei Temperaturen bis −20 °C funktionsfähig.
Vorteile im Winter
- Die Solbank kann auch bei −20 °C betrieben werden (laut Spezifikation).
- Die Heizung verhindert Tiefentladung durch zu kalte Zellen.
- Im Unterschied zu Konkurrenzprodukten ohne Heizung entfällt das manuelle Abdecken im Winter.
Die Heizfolie verbraucht Strom aus den eigenen Modulen – bei Schnee oder wenig Sonne geht weniger Energie in den Speicher. Wer in einer Region mit vielen trüben Wintertagen wohnt, sollte diesen Overhead einkalkulieren.
Welcher Anker Solix ist der beste?
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Anzahl der Module, Budget und geplante Erweiterungen.
Vergleich der Modelle
Die folgende Übersicht hilft bei der Entscheidung:
| Modell | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Solarbank 2 Plus | Günstiger Einstieg | Nur 2 Module, langsamere Regelung |
| Solarbank 2 Pro | 4 MPPT, erweiterbar bis 9,6 kWh | Kein AC-Laden |
| Solarbank 3 Pro | 3600 W, KI-Steuerung, AC-Laden | Deutlich höherer Preis |
Empfehlung für Balkonkraftwerke
- Für die meisten deutschen Balkonkraftwerke reicht die Solarbank 2 Pro mit ihrem 800-W-Ausgang – exakt die Grenze der seit 2024 geltenden Balkonkraftwerk-Verordnung.
- Die Plus-Version ist nur sinnvoll, wenn Budget eng ist und nie mehr als zwei Module geplant sind.
- Die Solarbank 3 Pro lohnt sich für Nutzer, die KI-Steuerung oder AC-Laden wollen und bereit sind, deutlich mehr zu investieren.
Vorteile
- Hohe Eingangsleistung von 2400 W für vier Module
- LiFePO4-Technologie mit 6000 Zyklen (ca. 15 Jahre)
- IP65-Gehäuse für Außeneinsatz
- Modulare Erweiterbarkeit bis 9,6 kWh
- 10 Jahre Garantie
- Integrierte Heizfolie für Winterbetrieb
Nachteile
- Langsame Laderegelung (gedrosselt auf 700 W nach 8 Min)
- Kein Export der Nutzungsstatistiken
- Smart Meter kostet 99 Euro extra
- Kein AC-Laden (im Unterschied zur Solarbank 3)
- Keine dynamischen Stromtarife verfügbar
Der Praxistest bestätigt, dass die Anker SOLIX Solarbank 2 PRO viele nützliche Funktionen und eine hohe Qualität bietet. Insgesamt handelt es sich bei der Solarbank um ein solides Speichersystem für Balkonkraftwerke.
Wer den Aufwand der Installation eines Smart Meters nicht scheut, bekommt zusammen mit der Solarbank 2 E1600 Pro eine sorgenfreie Batteriespeicher-Lösung.
— Macwelt (Langzeittest)
Verwandte Beiträge: Apple Watch Series 8 Test · Samsung Galaxy Watch 4 Test
Die E1600 Pro überzeugt mit 2400W-All-in-One-Funktion, während der Vergleich zur Solarbank 2 Pro und Plus klare Unterschiede in Speicher und Heizung aufzeigt.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn der Anker Solix voll ist?
Wenn der Speicher zu 95 % voll ist, stoppt die Batterieladung automatisch. Überschüssiger Solarstrom wird weiterhin ins Hausnetz eingespeist oder geht verloren, wenn der Einspeisewächstum erreicht ist.
Warum soll man einen Akku nicht auf 100% laden?
LiFePO4-Zellen schonen ihre Lebensdauer, wenn sie nicht vollständig geladen werden. Anker begrenzt die nutzbare Kapazität softwareseitig auf 1,52 kWh von 1,6 kWh Nennkapazität, um Zykluszahl und Haltbarkeit zu maximieren.
Was macht Anker Solix bei Stromausfall?
Die Solarbank 2 Pro bietet eine Schuko-Steckdose für Notstrom mit bis zu 1000 W. Dafür ist kein Smart Meter nötig – einfach ein Verbraucher anschließen und die gespeicherte Energie nutzen.
Was mache ich mit meinem Balkonkraftwerk bei Stromausfall?
Bei Stromausfall schaltet die Solarbank automatisch auf Notstrommodus, sofern ein Verbraucher an der Schuko-Buchse angeschlossen ist. Ohne Speicher würde ein Balkonkraftwerk ohnehin keinen Strom mehr einspeisen.
Wie funktioniert die Heizfolie?
Die Heizfolie wird automatisch aktiviert, wenn die Zelltemperatur unter einen Schwellenwert fällt. Sie nutzt einen Teil des PV-Eingangsstroms, um die Zellen warm zu halten – ein Kompromiss zwischen Winterbetrieb und nutzbarer Kapazität.
Was ist besser, monokristallin oder bifazial?
Bifaziale Module nutzen Licht von beiden Seiten und liefern in optimaler Ausrichtung bis zu 15 % mehr Ertrag. Monokristalline Module sind günstiger und bei den meisten Balkonkraftwerk-Setups ausreichend. Die Solarbank 2 Pro macht keinen Unterschied – sie arbeitet mit beiden Modultypen über MC4-Anschlüsse.