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Was Kostet Ein MRT – Vollständige Preisübersicht 2025

Lukas Marvin Weber Schulz • 2026-04-17 • Gepruft von Elias Hoffmann

Was kostet ein MRT? – Vollständige Preisübersicht 2025

Die Magnetresonanztomographie zählt zu den präzisesten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Doch die Kosten variieren erheblich – je nachdem, ob gesetzlich oder privat versichert, welche Körperregion untersucht wird und welches Gerät zum Einsatz kommt. Dieser Überblick fasst aktuelle Preise für Selbstzahler zusammen und erklärt, was die Krankenkasse übernimmt.

Was kostet ein MRT für Selbstzahler?

Wer ohne Überweisung oder medizinische Begründung eine MRT-Untersuchung wünscht, muss die Kosten in der Regel selbst tragen. Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter, Standort und untersuchter Region deutlich. Viele radiologische Praxen rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

💰

Selbstzahler
400–1.500 € je Region

🏥

Krankenkasse
Kostenlos bei Indikation

📊

Durchschnitt
500–1.000 €

🔬

Gerät
1–3 Mio. €

Wichtige Erkenntnisse im Überblick:

  • Preise werden meist nach GOÄ abgerechnet und können netto oder inklusive Mehrwertsteuer angegeben sein
  • Kontrastmittel kostet in der Regel zusätzlich etwa 100 €
  • Regionale Unterschiede sind erheblich – urbaner Raum tendiert zu höheren Preisen
  • Spezialisierte Praxen mit moderner Gerätetechnik verlangen oft mehr
  • Einige Anbieter bieten Paketpreise für Selbstzahler an
  • Die Untersuchung dauert je nach Körperregion 20 bis 60 Minuten
  • Aktuelle Preise sollten direkt bei den Anbietern erfragt werden, da sie schwanken können
Körperregion Preisspanne (nativ) Untersuchungsdauer Kontrastmittel-Aufpreis
Knie 249–499 € ca. 20 Min +100 €
Lendenwirbelsäule 299–720 € ca. 20 Min +100 €
Kopf 299–870 € ca. 20–30 Min +100 €
Fuß/Sprunggelenk 250–480 € ca. 20–30 Min +100 €
Abdomen 378–930 € ca. 20–40 Min +100 €
Ganzer Körper 740–1.250 € ca. 60 Min +100 €
Preisbeispiele aus der Praxis

Radtop bietet ein MRT des Knies ab 249 € an, während die Alta Klinik für dasselbe Verfahren 440 € berechnet. Für die Lendenwirbelsäule liegen die Kosten bei Radtop bei 299 €, in Berlin-Charlottenburg bei 424 € und bei Alta bei 630 €.

Was kostet ein MRT für die Krankenkasse?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für MRT-Untersuchungen unter bestimmten Voraussetzungen. Entscheidend ist, ob eine medizinische Notwendigkeit besteht und eine entsprechende Überweisung vorliegt.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet MRT-Untersuchungen nur, wenn ein Arzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt. Der überweisende Mediziner muss begründen, warum gerade die Magnetresonanztomographie und kein anderes Verfahren geeignet ist. Bei fragwürdigen Indikationen kann der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hinzugezogen werden.

Selbstzahler erhalten in der Regel keine Erstattung von der gesetzlichen Krankenkasse. Eine Ausnahme bilden bestimmte offene MRT-Anbieter mit speziellen Vereinbarungen, etwa Anbieter von Upright-MRT-Geräten. MVZ Kaiser in Regensburg listet entsprechende Regelungen für gesetzlich Versicherte auf.

Private Krankenversicherung

Privatversicherte profitieren von einer deutlich unbürokratischeren Kostenübernahme. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ, und die Versicherungen erstatten die Kosten in der Regel vollständig. Der Umfang hängt vom jeweiligen Vertragstarif ab, wobei die Mehrheit der privaten Krankenversicherungen MRT-Leistungen als erstattungsfähige Heilbehandlung anerkennen.

Tipp zur Kostenübernahme

Vor einer geplanten MRT-Untersuchung empfiehlt es sich, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Bei medizinischer Begründung durch den Arzt übernehmen gesetzliche Kassen die Untersuchung in der Regel vollständig.

MRT-Kosten nach Körperregion

Die Preise für MRT-Untersuchungen richten sich maßgeblich nach der zu untersuchenden Körperregion. Komplexere Aufnahmen des Bauchraumes oder des gesamten Körpers sind deutlich teurer als Routineuntersuchungen an Extremitäten.

Kopf und Gehirn

Kopf-MRT-Untersuchungen gehören zu den häufigsten Anwendungen. Sie kommen bei Verdacht auf Tumore, Schlaganfall, Multiple Sklerose oder anderen neurologischen Erkrankungen zum Einsatz. Die Preisspanne liegt zwischen 299 € und 870 €, wobei Radtop besonders günstige Einstiegspreise von 299–325 € anbietet, während Beyond Imaging höhere Beträge von 380–870 € verzeichnet.

Wirbelsäule

Die Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) kostet zwischen 299 € und 720 €. Die Preise variieren je nach Anzahl der zu untersuchenden Segmente und ob Kontrastmittel verwendet wird. Berlin-Charlottenburg berechnet für die LWS 424 €, während die Alta Klinik 630 € verlangt.

Gelenke und Extremitäten

Knie- und Fußuntersuchungen gehören zu den preisgünstigeren Optionen. Das MRT des Knies beginnt bei 249 € und reicht bis 499 €. Für das Sprunggelenk oder den Fuß liegen die Kosten zwischen 250 € und 480 €. MRT-Exklusiv in Duisburg bietet günstige Konditionen ab 250 € für Fußuntersuchungen.

Bauchraum und Ganzkörper

Die aufwendigsten und teuersten Untersuchungen betreffen den Bauchraum (Abdomen) und den ganzen Körper. Für das Abdomen liegen die Kosten zwischen 378 € und 930 €. Eine Ganzkörperuntersuchung kostet 740 € bis 1.250 €. Aristra verzeichnet Ganzkörper-MRT ab 990 €, während MVZ Kaiser Preise ab 1.250 € angibt.

Zusatzkosten beachten

Neben dem Basispreis können Zusatzkosten entstehen. Herz-MRT-Untersuchungen kosten zwischen 449 € und 2.000 €. Angiographien, beispielsweise für Becken und Beine, liegen bei 399–774 € inklusive Kontrastmittel. Auch spezielle Sequenzen oder Mehrfachuntersuchungen erhöhen den Gesamtpreis.

Wie viel kostet ein MRT-Gerät?

Die Frage nach den Kosten für MRT-Geräte beantwortet, warum die Untersuchung so teuer ist. Moderne Magnetresonanztomographen gehören zu den teuersten medizinischen Investitionen überhaupt.

Anschaffungskosten für Krankenhäuser und Praxen

Ein hochwertiges MRT-Gerät kostet zwischen einer und drei Millionen Euro. Hersteller wie Siemens bieten Systeme mit 1,5 bis 3 Tesla Feldstärke an, die in Praxen wie Radtop oder MVZ Kaiser im Einsatz sind. Diese hohen Anschaffungskosten spiegeln sich in den Untersuchungspaketen für Patienten wider.

Betriebskosten und Wartung

Neben der Anschaffung entstehen erhebliche laufende Kosten für Wartung, Kühlung mit flüssigem Helium und geschultes Personal. Diese Betriebskosten müssen über die Untersuchungshonorare amortisiert werden, was teilweise die hohen Preise für Patienten erklärt.

Zusammenhang von Gerät und Preis

Die meisten Praxen differenzieren ihre Preise nicht explizit nach Gerätetyp. Grundsätzlich gilt jedoch: Hochfeld-MRT mit 3 Tesla liefert detailreichere Bilder und wird häufig für komplexe Diagnostik eingesetzt, während 1,5-Tesla-Geräte für Routineuntersuchungen ausreichen.

Was ist gesichert – und was bleibt unklar?

Die verfügbaren Informationen zu MRT-Kosten stammen überwiegend von radiologischen Praxen und Diagnostikzentren. Während die Preisstruktur für Selbstzahler gut dokumentiert ist, bleiben einige Aspekte undurchsichtig.

Gesicherte Informationen Themen mit Unsicherheiten
Preisspannen nach Körperregion sind vielfach belegt Offizielle Durchschnittspreise fehlen
GOÄ-Abrechnung ist Standard bei Selbstzahlern Genauere Einteilung nach Tesla-Klasse unklar
Kontrastmittel kostet ca. 100 € extra Regionale Preisunterschiede nicht vollständig erfasst
GKV übernimmt bei medizinischer Indikation Inflationäre Preisanpassungen schwer vorhersehbar
Untersuchungsdauer variiert nach Region (20–60 Min) Kosten für spezielle Protokolle (fMRT, Spektroskopie) nicht öffentlich

Warum unterscheiden sich die Preise so stark?

Mehrere Faktoren beeinflussen die Kosten einer MRT-Untersuchung. Das Zusammenspiel dieser Elemente erklärt die erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Regionen.

Der Gerätetyp spielt eine zentrale Rolle. Hochmoderne 3-Tesla-Scanner liefern schärfere Bilder und ermöglichen schnellere Aufnahmen, kosten aber deutlich mehr als 1,5-Tesla-Geräte. In großen Städten wie Frankfurt, Berlin oder Regensburg liegen die Preise tendenziell höher als in ländlichen Regionen. Dies hängt mit den Betriebskosten, Mietpreisen und dem Wettbewerbsumfeld zusammen.

Die Erfahrung des Praxisteams und vorhandene Spezialisierungen beeinflussen ebenfalls die Preisgestaltung. Radiologen mit Schwerpunkt auf Neuroradiologie oder Kardiologie können höhere Honorare verlangen. Auch die Ausstattung mit Zusatztechnologien wie offenen oder stehenden MRT-Systemen führt zu unterschiedlichen Preisniveaus.

Quellen und weiterführende Informationen

„Gelenke ab 499 € – wir bieten modernste Diagnostik mit hochauflösendem MRT in angenehmer Atmosphäre.”

— MVZ Kaiser, Radiologie Regensburg

Die in diesem Artikel genannten Preise stammen von radiologischen Praxen und Diagnostikzentren, die ihre Leistungen öffentlich kommunizieren. Für verbindliche Kosteninformationen empfiehlt sich der direkte Kontakt zum gewünschten Anbieter. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Gemeinsame Bundesausschuss stellen weitere Informationen zur Abrechnung und Leistungsabrechnung bereit.

Zusammenfassung

Die Kosten für MRT-Untersuchungen in Deutschland variieren erheblich. Selbstzahler müssen je nach Körperregion mit 250 € bis über 1.250 € rechnen, während gesetzlich Versicherte bei medizinischer Indikation keine Zuzahlung leisten. Privatversicherte erhalten die Kosten in der Regel vollständig erstattet. Die Preise hängen von der untersuchten Region, dem verwendeten Gerät und dem Standort der Praxis ab. Aktuelle Angebote sollten vor der Untersuchung direkt bei den Anbietern eingeholt werden. Bei Beschwerden wie Gelenkschmerzen kann eine frühzeitige Diagnostik sinnvoll sein – mehr zu konservativen Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Arthrose-Therapien.

Häufige Fragen

Was kostet ein MRT Gerät von Siemens?

Siemens bietet MRT-Geräte mit 1,5 bis 3 Tesla an, deren Anschaffungskosten zwischen einer und drei Millionen Euro liegen. Die Preise für Patienten unterscheiden sich jedoch nicht explizit nach Hersteller.

Wie teuer ist ein MRT-Gerät für eine Arztpraxis?

Die Anschaffungskosten für ein MRT-Gerät liegen zwischen 1 und 3 Millionen Euro, abhängig von der Feldstärke und Ausstattung. Hinzu kommen erhebliche Betriebskosten für Wartung und Kühlung.

Übernimmt die Krankenkasse die MRT-Kosten?

Ja, bei medizinischer Notwendigkeit mit ärztlicher Überweisung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten vollständig. Ohne Überweisung oder bei Selbstzahlerwunsch gelten die aufgeführten Preisspannen.

Was kostet ein MRT ohne Überweisung?

Ohne Überweisung und medizinische Begründung gelten die Selbstzahlerpreise zwischen 250 € und 1.250 €, je nach Körperregion und Anbieter.

Wie viel kostet ein Ganzkörper-MRT?

Ganzkörper-MRT-Untersuchungen kosten zwischen 740 € und 1.250 € bei den hier aufgeführten Anbietern. Die Preise variieren je nach Geräteausstattung und Kontrastmittelgabe.

Sind MRT-Preise in ganz Deutschland gleich?

Nein, es bestehen erhebliche regionale Unterschiede. Städte wie Frankfurt, Berlin und Regensburg verzeichnen tendenziell höhere Preise als ländliche Regionen.

Was kostet MRT mit Kontrastmittel?

Zum Basispreis der jeweiligen Körperregion kommen etwa 100 € für Kontrastmittel hinzu. Bei speziellen Anforderungen wie Angiographie oder Herz-MRT können die Gesamtkosten deutlich höher ausfallen.


Lukas Marvin Weber Schulz

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Lukas Marvin Weber Schulz

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